7 Argumente, mit denen du deine Chefin
von einer Workation überzeugst!

Tipps und Tools für ein erfolgreiches Gespräch.

Vor einigen Monaten wurde mir bewusst, dass ich unbedingt nochmal eine längere Zeit im Ausland verbringen möchte. Ich hatte es während meines Studiums einfach nicht geschafft längere Zeit weg zu sein, vielleicht mich auch nicht getraut oder zuviel anderes im Kopf gehabt. Nun verspürte ich Nachholbedarf. Es war klar, dass das nicht einfach nur eine Idee war, die ich ganz schön fand, sondern etwas, das wirklich wirklich wichtig für mich war. Ich wusste, dass ich einen Weg finden musste, wie ich weg sein und gleichzeitig weiterhin Geld verdienen konnte. Denn längere Zeit unbezahlt auszufallen oder gar zu kündigen kam für mich nicht in Frage. An einem Ort leben und gleichzeitig arbeiten, das schien die perfekte Lösung! Eine Workation war also genau das Passende für mein Vorhaben. Homeoffice im Ausland, möglichst unter Palmen.

Das Gespräch mit der Chefin

Ich sammelte also Argumente, wie ich meine Chefin davon überzeugen konnte, mir die Erlaubnis für eine Workation zu geben. Als der Gesprächstermin dazu gekommen war, hatte ich eine ausgeklügelte, sehr leidenschaftliche Rede vorbereitet, um sie für mein Vorhaben zu gewinnen. Ich ging automatisch davon aus, dass sie nein sagen würde, weil noch nie jemand vorher in unserem Unternehmen sowas gemacht hatte. Ein nein so einfach hinzunehmen, war ich aber nicht gewillt: Ich war vorbereitet und würde für mich eintreten!

Überraschenderweise kam dann alles ganz anders, als gedacht. Ich konnte meine tolle Rede gar nicht anwenden. Noch bevor ich Luft holen konnte, sagte meine Chefin einfach: ja. Ich war so verblüfft und perplex, dass ich zuerst gar nicht wusste, wie ich reagieren sollte. Ich war auf alles vorbereitet, bloß nicht darauf. Stotternd fing ich dann doch an meinen vorbereiteten Text vorzutragen. Sie unterbrach mich freundlich und sagte: „Vanessa, du musst mich nicht mehr überzeugen, ich hab ja schon ja gesagt!“

Wie du dich auf das Gespräch vorbereiten kannst

Nun, obwohl meine tolle Rede am Ende gar nicht zum Zuge kam, würde ich doch jedem empfehlen sich auf so ein wichtiges Gespräch vorzubereiten. Hier erfährst du die Argumente, die ich mir im Voraus überlegt hatte, um meine Leitung zu überzeugen. Ich hoffe, dass du möglichst viele Inspirationen mitnehmen kannst, um dir am Ende ebenfalls ein JA für deine eigene Workation abolen zu können. Es ist einfach eine wundervolle Erfahrung und ich gönne sie jedem Menschen von Herzen!

Workation: unser Arbeitsplatz in der Provence

1. Sei das Versuchskaninchen

Welche Sorgen deine Chefin im Zusammenhang mit der Workation auch haben sollte – sei es, dass die Arbeistleistung unter Palmen schwindet oder du schwerer erreichbar bist – du kannst diese dadurch entkräften, indem ihr es erstmal auf einen Versuch ankommen lasst. Nichts ist in Stein gemeißelt und du kannst anbieten, das Versuchskaninchen deines Unternehmens zu spielen. Am Ende der Zeit könnt ihr den Versuch dann gemeinsam auswerten: soll und darf das in der Form wiederholt werden? Was war gut, was war nicht so gut? Wie könnte es das nächste Mal anders laufen? Biete an, dass du deine Erfahrungen gern weitergibst, indem du Tipps und alles, was man zur Vorbrereitung bedenken muss, schriftlich festhältst, um die Erkenntnisse deinen Kolleg:innen zur Verfügung zu stellen.

2. Anerkennung deiner Arbeitsleistung

Wenn du eine Person bist, die gute Arbeit leistet, sich einbringt, regelmäßig gutes Feedback in den Entwicklungsgesprächen bekommt, dann wirf das auf jeden Fall in die Waagschale! Argumentiere, dass eine Workation eine nicht-finanzielle Währung in neuen Arbeitswelten ist, zusätzlich zum Gehalt, und deine Leistungen auf diese Weise anerkannt werden dürfen.

3. Mitarbeiter:innen-Bindung in Zeiten des Fachkräftemangels

Vielleicht drückt sich der Fachkräftemangel ja auch in deiner Firma in offenen Stellen aus. Eine große Herausforderung dieser Zeit ist es nicht nur, neue Mitarbeiter:innen zu gewinnen, sondern diese auch zu binden. Dabei geht es darum Angebote zu machen, die mit denen anderer Firmen mithalten können, sich bestenfalls sogar positiv abheben. Die Möglichkeit Homeoffice im Ausland anzubieten, vielleicht für einen vorher festgelegten Zeitraum oder in bestimmten Abständen, ist ein tolles Benefit. Damit können Arbeitgeber auf jeden Fall punkten!

4. Fortschrittlichkeit neuer Arbeitswelten

Das Thema neue Arbeitswelten zieht immer mehr in moderne Unternehmen ein. Fakt ist, dass die Arbeitswelten von heute sich anders gestalten, als noch vor 30 Jahren. Es ist ein Phänomen der Zeit, wenn deine Firma sich dem Thema Homeoffice und infolgedessen auch dem Thema Homeoffice im Ausland öffnet. Fortschrittlichkeit wiederum kann in Bezug auf den Fachkräftemangel nur gut sein. Gerade die Generation Z schaut vermehrt darauf, wie eine gewisse Sinnhaftigkeit in der Arbeit gefunden werden kann. Arbeit soll, anders als es das Sprichwort besagt, eben nicht mehr das halbe Leben sein, sondern viele andere Dinge abseits davon in den Vordergrund rücken. Dazu gehören unbedingt auch Workations, denn dabei lässt sich eben das Nützliche mit dem Schönen verbinden – das ist ein großer Sinnstifter.

5. Raum- und Energiekosten

Gerade jetzt ist das Thema aktuell wie nie. Wenn Firmen wachsen, müssen neue Arbeitsflächen geschaffen bzw. gemietet werden. Miet- und Energiekosten sind wesentliche Kostenfaktoren für Arbeitgeber, die durch Homeoffice eingespart werden können. Warum nicht den Wunsch nach mobilem Arbeiten, den viele Arbeitnehmer:innen seit Corona nachweislich vermehrt haben, mit der Erlaubnis einer Worktion zu einer Win-Win-Situation führen?

6. Ganzheitliche Gesundheit

Voltaire sagte einmal: „Ich habe beschlossen glücklich zu sein, denn es ist förderlich für die Gesundheit.“ Mit Blick auf das Meer zu arbeiten oder Videokonferenzen unter Palmen zu führen kann sehr glücklich machen! Ergo trägt eine Workation zur ganzheitlichen Gesundheit bei. Schaut man über den Teller- bzw. Laptoprand hinaus kann man neue Eindrücke sammeln und Kraft tanken. Wenn du dann auch noch mit einem positiven Mindset in das Abenteuer Workation startest, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Die Stärkung auf vielen Ebenen liegt auf der Hand.

7. Digitalisierung vorantreiben

In Zeiten wie diesen, in denen Corona als lebens- und arbeitsverändernde Erfahrung noch ganz frisch ist, gibt es schlagkräftige Argumente dafür die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Deine Workation kannst du zum Anlass nehmen. Überlege also: muss bisher noch irgendwas vertreten werden während du nicht da bist? Gibt es z.B. Rechnungen, auf Papier, die du bearbeiten musst, wenn sie reinkommen? Musst du auf Ordner zugreifen können, die es nur physisch im Büro gibt? Dann biete an, an der Digitalisierung mitzuwirken. So kannst du für dein Vorhaben Pluspunkte sammeln. Corona hat uns gezeigt, dass es nur gut sein kann, in bestimmten Situationen ortsunabhängig zu arbeiten!

Zu guter Letzt

Bei aller guten Vorbereitung solltest du natürlich eine ganz wichtige Sache nicht vergessen: Hinhören. Klar kann es auch eine Taktik sein, das Gegenüber einfach platt zu reden, das kommt auf euer Verhältnis und deine Strategie an. Wie in jedem ausgewogenen Gespräch macht es jedoch auch Sinn sich in sein Gegenüber einzufühlen. Was ist der Leitung vielleicht wichtig? Was braucht diese, um ja sagen zu können? Mit etwas Feingespür kannst du dies erkennen und darauf eingehen. Und danach hoffentlich mit einem Lächeln das Büro verlassen, um ein Reiseticket für deine Workation zu buchen. Auf ins Abenteuer.

 

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